print this page

Fanfiction

Ein etwas anderer Romeo

written by A. B.

jump to next story | jump to reviews | go back to fanfiction index

About this story

Published: 1997 | Size: 24 KB (4456 words) | Language: deutsch | Rating: PG-13
Average: 3.5/5   3.5/5 (13 votes)

based on stories and characters created by Winnie Holzman

Kamera auf das Bett gerichtet, in dem Angela schläft. Blick rechts/oben.

Schnitt. Kamera wird langsam verschwommen und wandelt in Traumsequenz.

Angela geht auf einem Gang entlang. Nicht irgendeinem Gang. Dem Gang des Heizungskellers, in dem sie Jordan das erste Mal geküßt hat.

Schnitt. Perspektive auf langen Gang. Am Ende des Ganges ist ein schmusendes Liebespärchen zu sehen.

Angela geht langsam auf sie zu. Ihre Schritte werden schneller. Sie brüllt aus vollem Hals das dort stehende Liebespärchen an. Als Jordan und Rayanne ihr entgegensehen und wie im Hauch des Traums mit ihr zu reden beginnen, wird Angela ruhig. Schnitt. Kamera zeigt Angela, die sich im Bett wälzt.

Schnitt. Kamera wieder in Traumsequenz.

JORDAN: Uh, Angela das tut uns aber leid. <lacht>

RAYANNE: Wir wußten schon immer, daß du so blöd bist und denkst, daß du Dich mit uns anfreunden könntest. Wir haben auf dich gewartet. <lacht>

JORDAN: Warum bist du nur so ein dummes kleines Kind. <lacht> Hättest du doch auf die Mami gehört.

Schnitt. Ende der Traumsequenz. Angela erwacht. Der Schock ist ihr ins Gesicht geschrieben, als sie auf die Uhr sieht und merkt, daß es erst 3 Uhr nachts ist. Sie legt sich wieder schlafen.

 

Innen Liberty Gang

Kamera zeigt Angela, wie sie mit 2 Büchern in der Hand den Gang in Richtung Sharon geht.

SHARON: Ich dachte schon, du kommst nicht mehr. Mrs. Lerna will nämlich, daß sich alle in der

Turngarderobe versammeln.

ANGELA: Jetzt?

SHARON: Ja, sie meinte es sei wichtig. Es hat irgendwas mit der Aufführung auf dem Sommerfest zu tun, die sie geplant hat.

ANGELA: Welches Sommerfest?

SHARON: Oh, ja. Du warst ja nicht da, als sie uns das mitgeteilt hat. Sie will, daß wir alle bei einem Fest einen Tanz vorführen. Einen, den wir gemeinsam proben. Das Ganze ist für einen wohltätigen Zweck, also haben wir zugestimmt.

ANGELA: Oh! Eigentlich will ich zwar da nicht tanzen, aber ich brauche sowieso Abwechslung.

SHARON <mitfühlend>: Wegen Jordan und Rayanne, oder?

ANGELA: Ja. Sie verfolgen mich schon bis in den Schlaf. Heute hatte ich wieder diesen Traum. Du weißt schon, wo sie mich am Gang der Liberty auslachen, weil ich so dumm bin. <ernster Ton> Ich kann nicht mehr.

Angela lehnt sich gegen den Spind. In ihren Augen stehen die Tränen. Sharon öffnet ihren Kasten und holt zwei Bücher hervor.

SHARON: Also, wenn du mich fragst, dann ist die einfachste Lösung das Ganze zu vergessen, indem du dich ablenkst. Kommst du nun mit in die Garderobe?

ANGELA: <angewiderter Ton> Sicher.

ANGELA (VO): Rayanne und Jordan verfolgen mich bis in den Traum. Wäre es Brian Krakow würde ich es verstehen. Irgendwie habe ich es bis heute noch nicht gecheckt wer nun wirklich meinen Brief geschrieben hat. War es Brian, der damit seine Gefühle vom Herzen geschrieben hat? Hat er mich gern? Nein, liebt er mich. Ich weiß echt nicht mehr, was ich denken soll. Jordan hat mich verletzt, Rayanne hat mich verletzt und am Schluß redet auch mein Nachbar Sachen von denen ich nicht weiß, wie ich sie einordnen soll. Vielleicht sollte ich es vergessen? Okay, das geht nicht so einfach. Ich muß einfach lernen, damit zu leben.

Turngarderobe

 

Kamera von links in eine große Menge von Schülern, die sich alle um Mrs. Lerna versammelt haben. In der letzten Reihe stehen Angela und Sharon.

Kamera auf Mrs. Lerna gerichtet.

MRS. LERNA <laut>: Ich bitte um Ruhe! Wir habe euch ja schon gesagt, daß wir einen Tanz trainieren wollen. Nur, es wurde uns mitgeteilt, daß es besser wäre, wenn wir ein Theaterstück machen würden.

Aus der Menge hört man eine Stimme. Rayanne Graffs Stimme.

RAYANNE: Nicht schon wieder ein Theaterstück. Wir haben doch gerade erst die Aufführung für "Unsere kleine Stadt" hinter uns gebracht.

Mrs. Lerna, die das wohl auch nicht überhört hat.

MRS. LERNA: Das stimmt. Aber, es hindert uns doch nicht daran schon wieder ein neues einzuüben, oder?

Kamera auf Rayanne gerichtet. Finsterer Blick. Schnitt. Rayanne geht in Richtung Ausgang.

Angela redet mit Sharon.

ANGELA: Rayanne hat an allem was auszusetzen. Kann sie nicht einfach wie die anderen in diesem Saal einfach nur Mrs. Lerna zuhören und dann sagen, was ihr nicht gefällt?

SHARON: Ach, weißt du! Rayanne hat in letzter Zeit ziemlich schlechte Laune. Am besten, du ignorierst sie einfach, bevor sie dir noch mehr weh tut!

ANGELA (VO): Als, wenn das so einfach wäre. Jemanden, dem mal fünf mal am Tag über den Weg läuft, egal wo. Auf der Toilette, im Klassenzimmer, einfach überall. Das Beste wäre, Rayanne würde sich in Luft auflösen. Für immer, damit sie mir nicht mehr über den Weg läuft. Andererseits, wäre Rayanne nicht gewesen, hätte ich Jordan nie kennengelernt. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich ein anderes Leben.

Bevor Rayanne den Raum verläßt, dreht sie sich noch einmal um. Sie sieht Angela an. Danach grinst sie und geht aus der Garderobe.

MRS LERNA: Also, was haltet ihr von Romeo & Julia? <grinst> Eigentlich habe ich das ja schon alleine entschieden. Also, wer Interesse hat, soll sich bitte bei dieser Liste einschreiben.

Mrs. Lerna zeigt eine Liste, in der man sich für die Rollen eintragen kann.

MRS.LERNA: Am Freitag nächster Woche sammle ich diese dann wieder ein. Also, meldet euch, ich suche dann beim Vorsprechen die besten Leute heraus.

Kamera blendet aus. Schnitt. Man sieht Jordan, wie er mit Brian im Klassenzimmer sitzt. Nachhilfe.

BRIAN: Na, wie fand sie den Brief?

JORDAN: Sie, sie war komisch wie sie ins Auto eingestiegen ist. <Pause> Verändert! Hast du ihr etwa was gesagt. Irgendwie wirkte sie, sie..

Jordan fängt zu stottern an. Brian findet das richtige Wort.

BRAIN: Abwesend.

JORDAN: Ja, genau abwesend.

BRIAN (wie als ob er es nicht wirklich wahrgenommen hätte): Das lag wohl nur am schlechten Wetter.

JORDAN: Wenn du meinst. <murmelnd> Schlechtes Wetter?

 

Schnitt. Kamera auf Angela gerichtet. Zusammen mit Ricky sitzt sie im Schulhof.

RICKY: Hast du schon gehört. Mrs. Lerna will Romeo & Julia aufführen. Hast du dich eingetragen?

ANGELA <ungläubig>: Ich?

RICKY: Ja klar. Du wärst die perfekte Julia. <murmelnd> Ach Ange, tue es für mich. Du brauchst sowieso Ablenkung von den letzten Tagen!

ANGELA: Ich weiß nicht, warum sollte ich Julia spielen können?

ANGELA (VO): Ich kann mich doch nicht mal selber "spielen".

RICKY: Du wärst schon damals die perfekte Emmily gewesen. Also, bist du dabei?

ANGELA: Vielleicht! <traurig> Ricky. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Wenn ich Rayanne weiter aus dem Weg gehe, dann komme ich mir so, so blöd vor. Vor kurzem waren wir total gute Freunde und jetzt tue ich so, als ob sie Luft wäre. Weißt Du was ich meine?

RICKY: <nachdenklich> Ich glaube schon.

ANGELA: Dieses Gefühl, das ich immer habe, wenn ich ihr aus dem Weg gehe. Irgendwie schäme ich mich dafür. Früher, wie wir noch befreundet waren, haben wir über andere gelacht, weil sie solche Probleme hatten. Und jetzt? Jetzt sind wir selber in so eines verwickelt.

RICKY: Vielleicht solltest du mit Rayanne darüber reden? Wenn du ihr das so sagst, wie du es mir eben gesagt hast, dann bin ich mir sicher, daß es bald wieder so wird wie früher.

ANGELA: Eben! Bald! Es ist dann nicht mehr so wie früher. Wir wissen immer, daß da mal etwas war. Und das könnte, sobald wir es aussprechen wieder erneut zum Streit führen.

RICKY: Ange! Mache dir doch deswegen keine Sorgen. Sobald du mit ihr geredet hast, kannst du das sicher besser beurteilen.

ANGELA: Okay, ich werde mit ihr reden. Nur, was ist, <ernster Blick> wenn sie nicht mehr mit mir reden will?

Beide wußten, wohl das das sicher nicht der Fall sein würde.

RICKY: Wir müssen los, Mr. Katimsky erwartet uns wohl schon im Unterricht.

 

Schnitt. Jordan steht mit einem Freund vor dem Zettel, an dem sich Angela und ein paar andere als Julia eingetragen haben.

TIM: Ach, Catalano komm schon. <sieht auf den Zettel> Ist das nicht die Kleine mit der Du mal zusammen warst?

JORDAN: Nenne sie nicht die Kleine. Ja, das ist Angela.

TIM: Bekommst du jetzt deine ruhige Phase? Willst du jetzt den Romeo spielen? Mensch, Catalano komm wieder runter von Deiner Wolke!

JORDAN: Mr. Katimsky hat zu mir gesagt, daß wenn ich bei sowas.... mitmache ich eine bessere, ja bessere Note bekomme!

TIM: Bist du jetzt total verrückt? Seit wann interessiert es dich, was Mr. Katimsky sagt? Kommst du heute zur Probe? Tino hat einen Übungsraum organisiert.

JORAN: Okay, ich bin dabei.

Tim dreht sich um und geht weg. Schnitt. Jordans Gesicht, das auf den Zettel starrt. Schnitt. Er kritzelt seinen Namen hin und geht hinter Tim her.

JORDAN: Warte auf mich!

Nächster Tag – Haus der Chases

Die Kamera ist auf den Eßtisch gerichtet. Darauf sind etliche Reste von Müsli, Kornflakes und Kaffee zu sehen.

Schnitt. Angela steht auf.

ANGELA (VO): Es ist grausam zu sehen, wie manche Freundschaften auseinander gehen. Jordan und ich, eigentlich wissen wir ja nicht mal, ob es aus ist, wir gehen uns aus dem Weg. Rayanne und ich, wir gehen uns aus dem Weg. Und jetzt will ich Julia spielen? Ein verliebtes Mädchen, das total glücklich ist. Glücklich. Einfach so glücklich, daß sie für die Liebe ihr Leben opfert.

DANIELLA: Angela, du kommst noch zu spät zum Unterricht, wenn du noch länger in die Luft starrst!

Angela erwacht aus ihren Gedanken.

ANGELA: Was, hat es geklingelt?

Danielle verdreht die Augen. Schnitt.

DANIELLE <angewidert> : Sicher! Vielleicht war es ja Jordan, der dich mit dem Auto abholen will.

ANGELA: Zwischen Jordan und mir ist es endgültig aus, verstanden? Wir sind nicht mehr zusammen.

DANIELLE; Und warum hat er dann gestern angerufen und wollte dich sprechen? Er redete total verdrehte Sätze wie, daß es ihm leid tut und so.. oder, daß er dich noch mag... <nachdenklich> zumindest denke ich, daß er das damit sagen wollte.

Angela redet dazwischen.

ANGELA : Warum hast du mir das nicht gesagt?

DANIELLA: Irgendwann mal merkte er dann wohl, daß die kleine Schwester von Angela am anderen Hörer ist. Plötzlich wurde er ganz ruhig, naja eigentlich hat er vorher ja auch nur komische Sachen erzählt, die irgendwie keinen Sinn ergaben.

ANGELA: <verärgert> Das hättest du mir sagen müssen! <neugierig> Was hat er denn noch alles gesagt?

Danielle wendet sich ab zum Gehen.

DANIELLE: <Schulter zuckend> Einfach ein paar Dinge..

ANGELA: Was? Was für Dinge?

DANIELLE: Ich habe es vergessen! Darf ich jetzt bitte gehen, mein Schulbus wartet nicht auf mich!

ANGELA:<ungläubiger Blick> Du hast es vergessen?

Danielle ruft nur noch hinterher.

DANIELLE: Wenn fu ihn los haben willst, mußt Du wohl zu härteren Methoden greifen!

ANGELA (VO): Er mag mich wohl noch! Jordan Catalano ruft bei uns zu Hause an, um mir zu sagen, daß er mich noch mag? Eine komische Vorstellung. Vielleicht hat Danielle das ja nur erfunden?

 

Schule

Kamera auf Angela gerichtet die den Gang entlang geht.

RICKY: Hey Ange!

ANGELA: Hey Ricky!

RICKY: Hast du schon gelesen, wer sich als Romeo eingeschrieben hat?

ANGELA: Nein, wer denn?

RICKY: Jordan

Angela unterbricht ihn

ANGELA: <zweifelnd> Jordan Catalano will den Romeo spielen!? Soll das ein Scherz sein? Der ist doch zu dumm, um den Text zu lernen.

RICKY: Wer weiß, vielleicht will er Dir als Romeo etwas beweisen? Vielleicht mag er dich ja noch und will dir das so zeigen?

ANGELA: Naja, eigentlich kann es mir ja egal sein. Ich glaube sowieso nicht, daß ich als Julia die Rolle bekomme. Und warum sollte ausgerechnet Jordan Catalano als Romeo ausgewählt werden?

RICKY: <grinsend> Romeo & Julia, eine nie endende Liebe!

Angela kickt Ricky in die Seite.

Kamera zuerst auf Angelas Gesicht gerichtet und dann auf Rickys.

ANGELA: Es ist endgültig aus zwischen Catalano und mir. Eigentlich ist es mir ja schon zu blöd, seinen Namen noch auszusprechen! <verärgert> Gestern hat er mit Danielle telefoniert.

RICKY: Mit Danielle?

ANGELA: Ja, er dachte wohl, daß ich in der Leitung bin. Naja, vergessen wir das.

RICKY: Jaja, das haben wir schon einmal gehört.

 

Schnitt.

 

Abend – Vor dem Haus der Chases

Angela geht die Straße entlang. Sie sperrt gerade die Tür von ihrem Haus auf, als Brian vor ihr steht.

ANGELA <geschockt>: Brian!

BRIAN: Wen hast du denn erwartet?

ANGELA: Du hast mich fast zu tode erschrocken! <genervt> Was ist?

BRIAN: Eigentlich nichts. Ich wollte nur einmal wieder bei euch vorbeischauen.

ANGELA: Naja, egal.... Hast Du etwa Jordan dazu überredet, sich als Romeo aufstellen zu lassen?

BRIAN: Jordan als Romeo? Nein, ehrlich gesagt wußte ich das noch nicht mal. Wie soll er auch Romeo spielen, wenn er sich nicht mal einen Comic merken kann? <ungläubiger Blick> Dann hast du dich wohl als Julia aufstellen lassen, oder?

ANGELA: Kann schon sein.

Angela geht ins Haus und Brian geht davon. Schnitt.

Nächster Tag, Schule

Jordan geht am Gang auf Angela zu. Nervös spielt er mit seinen Händen.

JORDAN: Du willst die Julia spielen?

ANGELA: <abweisend> Ja, nur weniger gerne, wenn du den Romeo spielst.

JORDAN: Oh! Eigentlich wollte ich dich fragen ob du....heute zur Probe von Residue kommst?

ANGELA: Warum sollte ich zu euren Proben kommen?

JORDAN: Vielleicht weil es dich interessiert.... Oder, weil weil..

ANGELA: Weil! Weil, was?

JORDAN leise: Weil ich dich darum bitte.

ANGELA: Ich überlege es mir.

Angela geht davon. Vor ihr sieht man bereits Ricky, der auf sie wartet.

RICKY: Was wollte Jordan von dir?

ANGELA: Er, er wollte, daß ich zu den Proben von Residue, seiner neuen Band, komme.

RICKY: Und, kommst du?

ANGELA: Natürlich nicht!

 

Schnitt.

Abend, im Übungsraum von Residue.

JORDAN: Es freut mich, daß du doch gekommen bist.

ANGELA: Schon okay. Wann beginnt ihr denn zu spielen?

ANGELA (VO): Eigentlich dachte ich, daß die Frozen Embryos eine Band sind. Wahrscheinlich gibt es die gar nicht. Warum spielen die, wenn ich da bin eigentlich nie etwas?

JORDAN: Tino hat eben angerufen......Er, er kann wieder nicht kommen. Soll ich dich nach Hause fahren?

ANGELA: Okay.

 

Im Auto vor dem Haus der Chases

JORDAN: Weißt Du. Hin und wieder, da habe ich so Momente......da denke ich über alles mögliche nach.... Über mein Leben, wie es wohl sein wird. Wie es sein wird, wenn ich erwachsen bin, über die Schule wie es wohl wäre, wenn ich lesen könnte....Über alle möglichen Dinge.

ANGELA (VO): Ich denke auch viel über mein Leben nach. Meine letzten Jahre waren eine ewige Achterbahnfahrt. Einmal war ich oben, dann wurde ich von jemanden hinuntergestoßen. Mum, Dad, Danielle, Rayanne... alle haben sie mich einmal nach unten gestoßen. <kurze Pause> Und alle haben oder werden mich wieder auffangen.

JORDAN: Und gestern, da habe ich an dich gedacht.

JORDAN: Du bist mir ja in letzter Zeit immer aus dem Weg gegangen.<auffordernd> .... Sag jetzt nichts! Ja, auf jeden Fall mag ich dich..... äähh sehr sogar. Und ich will nicht, daß du jetzt denkst, ich sage das nur damit, damit ich mein schlechtes Gewissen wegen der Geschichte...... naja du weißt schon, von der Seele rede. Nein, ich will einfach, daß du <leise>.... mich auch magst.

ANGELA: Und, warum sollte ich das?

JORDAN: Ich weiß nicht.

Beide schweigen.

ANGELA: Du als Romeo?

JORDAN: Ich mag Romeo & Julia!

ANGELA: Hast Du es schon mal gesehen oder gelesen? Weißt du, wieviel Romeo zu reden hat? Als Romeo-Darsteller muß man wohl über ein halbes Jahr nur Text auswendig lernen und bis man das dann auch noch aussprechen kann, daß es paßt...

JORDAN: Ich habe es einmal gesehen. Naja, es war nur bis zur Mitte.

ANGELA: Dann weißt Du wohl nicht, daß beide am Ende tot sind, oder?

JORDAN: Oh!

Auf einmal tritt das Schweigen ein, das schon typisch ist zwischen Jordan und Angela. Keiner redet! Bis Jordan Angelas Hand nimmt und sie küßt.

Schnitt. Jordan fährt mit dem Auto davon, Angela schaut hinterher und lächelt.Schnitt.

Angela geht ins Haus.

ANGELA (VO): Und, wenn Romeo & Julia heute noch leben würden, dann wären sie ein Traumpaar. Ich lebe. Ich lebe das Leben jetzt so wie es ist. Ich sollte mein Leben genießen und einfach nur ich selbst sein. Ich selbst für immer und ewig.

PATTY: Angela. Bist du schon zu Hause?

ANGELA: Mum!

PATTY: Was?

ANGELA: <genervt> Ich bin eben bei der Tür hereingekommen. Es ist logisch, daß ich dann schon da bin. Darf ich jetzt bitte in mein Zimmer!?

PATTY: Spiele ich eigentlich gar keine Rolle mehr in deinem Leben? In letzter Zeit sehen wir uns immer seltener und wenn du mal da bist, dann hast du schelchte Laune.

ANGELA (VO): Und was für eine Rolle! Die der nervenden Mutter.

ANGELA: Mum! Du weißt, daß ich in letzter Zeit sehr viel Stress habe. Darf ich jetzt bitte in mein Zimmer?

Danille schaut von der Treppe herunter.

DANIELLE: Darf ich dann bitte endlich schlafen? Ihr weckt ja die ganze Nachbarschaft auf, wenn ihr weiter so herumschreit.

PATTY: Angela und ich wir müssen noch etwas besprechen. Du kannst dich also wieder hinlegen.

Danille geht genervt in ihr Zimmer zurück. Schnitt. Patty zieht Angela in die Küche.

PATTY: Dein Dad hat mir gesagt, daß es aus ist zwischen dir und Jordan!?

ANGELA: Wie kommt er denn auf sowas? <auffordernd> Du hast doch sicher beim Fenster hinaus gesehen, oder? Dann hast du sicher mitbekommen, daß Jordan Catalano mich eben beim Haus aussteigen hat lassen.

PATTY: Ich dachte nur, wenn ihr jetzt wieder zusammen seit, dann..

ANGELA: Dann?

ANGELA (VO): Warum muß ich den Leuten eigentlich immer die Wörter aus der Nase ziehen? Jordan, Mum... alle hören mitten im Satz auf. So als wäre er zu Ende. Nur, daß ich mir dann den Rest selber falsch denken könnte, daran denkt niemand. Natürlich könnte ich es richtig erraten. <überlegend> Nur es stört einfach.

PATTY: Vielleicht solltest du einmal bei einem Arzt vorbeisehen?

ANGELA: Ich bin gesund. Mum!<geschockt> Nur, weil ich mich mit Jordan wieder versöhnt habe, heißt das nicht, daß ich jetzt ein Fall für einen Doktor bin!

PATTY: Äh, so war das auch nicht gemeint. Ich dachte an einen bestimmten Arzt.

ANGELA: Einen Frauenarzt, richtig?

PATTY: Genau.

Angela wird rot.

ANGELA:Also, ich werde jetzt dann in mein Zimmer gehen. Wenn es mal soweit ist, dann sage ich es Dir. <zögernd und etwas leise> Vielleicht.

Angela geht in ihr Zimmer. Schnitt. Sie kippt vor Lachen um. Schnitt.

ANGELA (VO): Meine Mum will mir mir über Sex reden? <grinsend> Oder besser gesagt, wollte. Frauenarzt? Ich denke mal, ich bin zu jung, daß ich mich dort blicken lasse. Vielleicht einmal in ein paar Jahren. Vielleicht sollte ich mit Jordan einmal über dieses Thema reden. <überlegt> Okay, das ist keine so gute Idee. Ich brauche für solche Dinge einfach noch Zeit.

Schnitt. Angela schläft ein.

 

Nächster Tag – Schule.

Angela geht gut gelaunt den Gang entlang. Schnitt. Rayanne geht auf sie zu.

ANGELA: Rayanne! Warte auf mich!

RAYANNE: Oh! Du redest wieder mit mir?

ANGELA: Ich weiß jetzt, daß es falsch war dich für die Sache verantwortlich zu machen. Ich habe es eigentlich schon vergessen. Nur, daß wir uns aus dem Weg gehen, das tut irgendwie weh. Weißt Du was ich meine?

RAYANNE: <traurig> Ich denke schon. Mir geht es auch so. Seit wir uns aus dem Weg gehen, ist mein Leben irgendwie langweilig geworden. So als ob ein Teil von mir weg wäre.

ANGELA: Ein unersetzlicher Teil.

Schnitt. Sie nehmen sich in die Arme. Schnitt.

Die Kamera zeigt wie Angela mit Rayanne den Gang entlang geht. Schnitt. Jordan kommt dazu nimmt Angelas Hand und geht mit den beiden mit.

ANGELA (VO): Ein Leben sollte aus lauter glücklichen Enden bestehen. Kein Streit sollte eine Freundschaft,<betonend> eine wirklich dicke Freundschaft, auseinanderbrechen.

 

 

MÄDCHENTOILETTE

RAYANNE: Was ist jetzt eigentlich mit dir und Jordan?

ANGELA: Wir sind wieder zusammen.

RAYANNE: Das freut mich.

ANGELA: Mich auch.

RAYANNE: Hast du schon gehört? Angeblich ist Lisa Braun, du weißt schon, die mit den tollen langen Haaren und dem coolen Lächeln, jetzt mit Brian zusammen.

ANGELA: <ungläubig> Echt?

Rayanne sieht Angela an. Dann fängt sie zu lachen an.

RAYANNE: <lachend> Du hättest dich jetzt sehen sollen.

Sie macht Angela nach.

RAYANNE <nachmachend> Echt?

Angela kickt Rayanne an. Schnitt. Sie lachen beide.

ANGELA (VO): Rayanne hat sich zum Glück nicht verändert.

ANGELA: Habe ich dir eigentlich schon von dem Brief erzählt, den Jordan äh Brian mir geschrieben hat?

RAYANNA: <unwissend> Welcher Brief? War es jetzt Jordan oder Brian?

ANGELA: Oh! Das weiß ich eigentlich selber nicht. Auf jeden Fall ist es der coolste Brief, den ich jeh bekommen habe.

RAYANNE: Cool. Wie fängt er denn an?

ANGELA: Liebe Angela! Ich hasse diesen Stift in meiner Hand, denn es bist nicht Du......

Angela sagt den ganzen Brief frei herunter.

RAYANNE <lachend> Du kannst ihn schon auswendig.

ANGELA: <schwärmend> Er ist so süß. Ich werde ihn mir sicher für immer merken.

Beide lachen wieder. Schnitt. Sie sehen sich an. Dann nehmen sie sich in den Arm. Schnitt.

Rayanne und Angela gehen fröhlich den Gang der Liberty entlang.

RICKY: Ich bin froh, daß ihr wieder miteinander redet.

ANGELA: Ich auch.

Schnitt. Angela, Ricky und Rayanne gehen den Gang zum Ausgang der Liberty.

Kamera von hinten.

Angela kippt vor lachen fast um. Im Hintergrund hört man noch ganz leise

ANGELA: Habe ich euch schon erzählt, daß Patty mit mir über Sex reden wollte?

Alle drei gehen lachend in Richtung Ausgang. Schnitt.

Die Kamera blendet aus.

Next story

This is the last story so far by this author in this series. Check below for other contributions by this author.
expand

Other fanfiction contributions by this author

This author hasn't submitted any other fanfiction contributions so far.

Reviews for this story

Rating Distribution:
15%23%0%23%38%
12345
Average: 3.5/5   3.5/5 (13 votes)

No reviews so far for this story.

expand

Add your review


“And, you know, with your hair like that? It hurts to look at you.”

Rayanne Graff, Episode 1: "My So-Called Life (Pilot)"